Echo.

In der Dunkelheit eines ehemaligen Schornsteins sind Live-Aufzeichnungen wissenschaftlicher Tiefsee-Expeditionen sowie Aufnahmen lebendiger und toter Korallenriffe zu hören. Damit untersucht Echo das Spannungsfeld zwischen Forscherblick und technischer Entfremdung. Natur erscheint hier nicht als unmittelbare Erfahrung, sondern als Tonspur, Sprache und Datenstrom, welche durch Monitore, Maschinen und den Forscher*innenblick gefiltert werden. Der Raum wird so zu einem Ort der Irritation: Zwischen Neugier und Distanz, zwischen Faszination und Kontrolle, stellt sich die Frage, wie wir Natur heute überhaupt noch wahrnehmen und welche Rolle das eigene Körpergefühl dabei spielen kann.