Lignum in.
Vom Wind herabgefallene Äste werden in keramische Objekte transformiert, die an Fossilien oder Knochen erinnern. Durch den Brennprozess konserviert, stehen sie sinnbildlich für ein Leben im Übergang – zwischen Werden und Vergehen, Naturform und Artefakt. Anlass ist die biologische Tatsache, dass Bäume keinen programmierten Zelltod besitzen und theoretisch unsterblich wären, gäbe es keine äußeren Einflüsse, wie Wetterereignisse, Feuer oder Krankheiten. Diese Spannung zwischen möglicher Ewigkeit und tatsächlichem Vergehen wird als ein Schwebezustand sichtbar. So bewegen sich die keramischen Objekte zwischen organischer Form sowie kultureller Erinnerung und verweisen auf die Möglichkeit eines nie endenden, wandelbaren Lebens.